Ebola - Sorge um Partnerorganisation in Uganda

Kampala/Köln. Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und im Nachbarland Uganda bereitet Fachleuten weltweit Sorgen. In Uganda wurden bis Ende Mai neun bestätigte Fälle und ein Todesfall gemeldet, wobei mindestens drei Fälle in direktem Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Reisen stehen. Als Reaktion darauf haben die Gesundheitsbehörden über 550 Kontaktpersonen unter strenge Quarantäne gestellt. Darüber hinaus hat die Regierung strenge Eindämmungsmaßnahmen ergriffen, darunter eine Ausgangssperre ab 19:00 Uhr und vollständige Abriegelungen in zwei stark betroffenen Distrikten, wodurch die Bewegungsfreiheit in und aus diesen Gebieten vollständig eingeschränkt wurde. Um eine weitere Übertragung zu verhindern, wurden alle Grenzen zur Demokratischen Republik Kongo vorübergehend geschlossen.

Gravierende Auswirkungen auf die Arbeit der CWM Uganda

Die CWM Uganda, Partnerorganisation der KAB Diözesanverbände Rottenburg-Stuttgart, Regensburg, Fulda, und des Bezirksverbandes Niederrhein; war gezwungen, ihr nationales Seminar und die Jahreshauptversammlung abzusagen, bei denen Führungskräfte aus allen Teilen Ugandas – einschließlich der Hochrisikogrenzregionen – zusammenkommen sollten, um einen neuen nationalen Vorstand zu wählen und die Fünfjahresstrategie von CWM zu planen, wie Janet Nkuraija, National Administrator der CWM Uganda, berichtet.
“An der Basis bedrohen diese Einschränkungen unsere katholischen Arbeiter-Sparkassen (CW-SLAs)“, so Janet Nkuraja in ihrem Bericht.  „Unsere Mitglieder treffen sich alle zwei Wochen persönlich, um zu sparen und Ressourcen zu bündeln. Die Bewegungsbeschränkungen, verbunden mit einem allgemeinen Konjunkturrückgang aufgrund der Grenzschließungen, beeinträchtigen sowohl die finanzielle Stabilität unserer Sparzirkeln als auch die Lebensgrundlagen unserer Mitglieder“.

Ebola-Krise trifft auf Sparmaßnahmen in der Entwicklungszusammenarbeit

Krisen und Konflikte spitzen sich weltweit zu, wie jetzt auch der Ebola Ausbruch dokumentiert. Millionen Menschen kämpfen gegen Hunger, Armut und die Folgen der Klimakrise – besonders Frauen und Kinder. Trotzdem plant die Bundesregierung weitere Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei wurde bereits massiv gekürzt, die Gelder für Nothilfe wurden in den letzten zwei Jahren sogar halbiert. “Die Neuausrichtung der Entwicklungshilfe nach Bedarf und deutschen Interessen, wie sie Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kürzlich auf dem Katholikentag in Würzburg vorstellte, darf nicht zu weiteren Kürzungen führen”, moniert Hildegard Lülsdorf, Vorsitzende des Weltnotwerkes.

Petition gegen Kürzungen, dagegen Investition in Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit!
“Sparen Sie nicht bei denen, die unsere Solidarität am dringendsten brauchen. Stärken Sie Menschenrechte und Gleichberechtigung, damit Menschen Hunger, Armut und Abhängigkeiten überwinden können, Frauen selbst über ihr Leben entscheiden und Kinder überall eine Zukunft haben”, heisst es in einer Misereor Petition, unterstützt vom Weltnotwerk, an Bundeskanzler Merz, Finanzminister Klingbeil und die Fraktionsvorsitzenden Spahn (CDU/CSU) und Miersch (SPD).

“Diese Krise hat verständlicherweise bei den Ugandern erneut Ängste und schmerzhafte Erinnerungen an die COVID-19-Lockdowns geweckt. Die CWM-Führung ist jedoch weiterhin entschlossen, diese Prüfung mit Glauben und praktischer Anpassungsfähigkeit zu meistern. Wir suchen aktiv nach virtuellen Alternativen, um unsere Netzwerke aufrechtzuerhalten“,verbreitet Janet Nkuraja dennoch vorsichtige Zuversicht in ihrem Bericht.

Hier zur Petition "Solidarität nicht kaputtsparen!"

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